Für gute Beleuchtung der Arbeitsplätze sorgen
Der Zusammenhang zwischen Lichtstärke und -farbe und der Produktivität von Mitarbeitern wird durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt. Diese haben ergeben, dass durch eine Erhöhung der Beleuchtungsstärke von 300 auf 500 Lux an vielen Arbeitsplätzen eine Produktivitätssteigerung von 8% erreicht werden kann. Eine Erhöhung der Beleuchtungsstärke auf 2000 Lux ermöglicht die Effizienz um bis zu 20% zu erhöhen. Und die richtige Lichtfarbe hat einen positiven Einfluss auf die Psyche, das Wohlbefinden und die Arbeitssicherheit. In diesem Beitrag wurden die Werte der Beleuchtungsqualität auf die menschliche Arbeit dargestellt.
Einführung
Die Qualität der Arbeit hängt sehr stark von der uns zur Verfügung stehenden Beleuchtung ab. Eine gut gewählte Beleuchtung kann die Effizienz erheblich steigern, genauso wie eine falsche Beleuchtung sie stark reduzieren kann. Mehr als 80 Prozent aller Informationen erreichen das menschliche Gehirn über die Augen. Schlechtes Sehen ist eindeutig ein Hindernis bei der Arbeit. Es wirkt sich negativ auf unser Wohlbefinden aus, verringert die Produktivität und führt zu Fehlern und Unfällen. Ein Mitarbeiter, der gut sehen kann und sich im Raum wohlfühlt, ist motivierter, konzentrierter und effektiver. Die Qualität der Arbeit steigt, und die Anzahl der gemachten Fehler sinkt auf eine messbare Art und Weise. Verringert wird auch das Unfallrisiko.
Es lohnt sich, dies zu bedenken und seine Rechte gegenüber dem Arbeitgeber durchzusetzen, der Arbeitgeber ist nämlich verpflichtet, für eine angemessene Beleuchtung des Arbeitsplatzes seiner Mitarbeiter zu sorgen.
Wie wählt man das perfekte Licht für den Arbeitsplatz?
Im industriellen Bereich besteht die wichtigste Funktion der Beleuchtung in der richtigen Ausleuchtung des Arbeitsplatzes. Bei der Festlegung der Kriterien für die Auswahl des richtigen Beleuchtungssystems berücksichtigen wir nicht nur die Beleuchtungsparameter, sondern auch die Größe des Raumes, den Zugang zum Tageslicht, die Anforderungen der einzelnen Arbeitsplätze oder der jeweiligen Branche. Ebenso wichtig sind die Normen und Vorschriften sowie die Empfehlungen der Internationalen Beleuchtungskommission (CIE), die die optimalen Bedingungen für die Beleuchtung eines Raumes in Abhängigkeit von dessen Nutzung festlegen. Die Auswahl des richtigen Beleuchtungssystems wird damit zu einer der wichtigsten Entscheidungen, die ein Geschäftsinhaber zu treffen hat.
Die beste Beleuchtung des Arbeitsplatzes bietet das natürliche Tageslicht, jedoch reicht es in den meisten Breitengraden praktisch niemals dazu aus, um ein Büro richtig auszuleuchten. Internationale Normen und Empfehlungen definieren eindeutig die erforderliche Lichtintensität in Abhängigkeit vom Arbeitsplatz. Die richtige Funktion in Büroräumen basiert auf der Auswahl einer optimalen Beleuchtung, die kompromisslos und sinnvoll eingeplant werden sollte.
Bei der Lichtplanung müssen mehrere wichtige Überlegungen berücksichtigt werden, wie z. B. die Größe des Büroraums, die Art der umgesetzten Arbeit (z. B. Arbeit am Computer) und der Arbeitsmodus (nachts oder tagsüber). Zudem ist auch sehr wichtig, festzustellen, ob der betreffende Büroraum auf einer offenen, ziemlich großen Fläche angeordnet ist oder eher aus kleineren, behaglichen Räumen mit wenigen Arbeitsplätzen besteht. Die richtige Beleuchtung am Arbeitsplatz sollte dem Zweck des Raumes und den Bedürfnissen seiner Nutzer entsprechen. Die Beleuchtung eines Konferenzraums oder eines großen Call-Centers wird etwas anders aussehen, die Beleuchtung eines privaten Büros wird noch anders sein. Eine gute Arbeitsplatzbeleuchtung sollte eine angemessene Kombination aus natürlichem und künstlichem Licht sein, die den Anforderungen an Qualität und technische Leistung entspricht:
- Lichtparameter, d.h. Farbtemperatur, Farbwiedergabeindex Ra, Lichtstrom und Lichteinfallswinkel;
- Elektrische Parameter, d.h. Leistung, Versorgungsspannung, Leistungsfaktor, Schutzklasse;
- Leistungsparameter, d. h. IP-Schutzart, Lebensdauer, Energieeffizienz u. a.
Bei der Auswahl der Beleuchtung sind Parameter wie Lichtstärke, Farbwiedergabeindex und Farbtemperatur besonders wichtig. Ausschließlich Lichtquellen mit einem hohen Farbwiedergabeindex sorgen für eine gute Farbwiedergabe und einen ausreichenden Farbkontrast. Der Farbwiedergabeindex Ra hat einen Maximalwert von 100, und man nimmt an, dass das Licht guter Qualität, das in den für die Arbeit bestimmten Räumen verwendet wird, einen Koeffizienten von mindestens Ra > 80 haben sollte, der durch die Norm EN 12464-1 definiert ist. Keine Normen geben an, wie der genaue Wert der richtigen Farbtemperatur sich gestalten sollte, die einen direkten Einfluss auf unsere Stimmung und die Atmosphäre im beleuchteten Raum hat. Beleuchtungen mit warmen Farblichtquellen können Schläfrigkeit und übermäßige Entspannung verursachen, während kalte Farblichtquellen den Körper zur Arbeit anregen. Für die sachgemäße Anpassung und Bestimmung der Farbtemperatur dient die in Kelvin gemessene Farbtemperatur. Nach diesem Maß werden die folgenden Farbtypen unterschieden (Abbildung 1).
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Abb. 1. Farbtemperatur von Licht
Typischerweise wird in Büroräumen Tageslicht verwendet, das zwischen 5000-6500 K liegt. Diese Art von Licht wirkt sich positiv auf die Stimmung und die Konzentrationsfähigkeit aus. Dies ist besonders im Herbst und Winter wichtig, wenn die Dämmerung früher eintrifft und wir künstliche Lichtquellen länger nutzen.
Der Wert der Beleuchtungsstärke selbst hängt in erster Linie von der Lichtmenge ab, die von Quellen wie z. B. Leuchten abgegeben wird. Faktoren, die den Lichtstärkewert an Arbeitsplätzen begrenzen können, sind die Art und der Zustand der Leuchten, die Anordnung der Gegenstände am Arbeitsplatz, der Lichteinfallswinkel oder die Verschmutzung der Arbeitsflächen und Luftverunreinigungen, wie sie z. B. in Schreinereien oder Lackierereien auftreten. Deshalb ist es notwendig, bereits bei der Planung von Arbeitsplätzen die kritischen Punkte und Faktoren zu berücksichtigen, die den späteren Wert der Beleuchtungsstärke beeinflussen können. Beispiele für Anforderungen an die Innenbeleuchtung (Wert der Betriebsbeleuchtungsstärke und Farbwiedergabeindex Ra) wurden in Tabelle 1 zusammengefasst.
Tab.1. Beispiele für Anforderungen an die Innenbeleuchtung
| Lfd. Nr. | Typ des Innenraums | Ra | |
|---|---|---|---|
| 1. | Kommunikationszonen und Korridore | 100 | 40 |
| 2. | Medizinische Versorgungsräume | 500 | 90 |
| 3. | Präzisionsmessräume, Laboratorien | 500 | 80 |
| 4. | Büroräume (Lesen, Tippen) | 500 | 80 |
| 5. | Geschäfte (Verkaufsflächen) | 300 | 80 |
| 6. | Geschäfte (Kassenbereiche) | 500 | 80 |
| 7. | Bibliotheken (Regalzonen) | 200 | 80 |
| 8. | Bibliotheken (Lesebereiche) | 500 | 80 |
| 9. | Friseurhandwerk | 500 | 90 |
| 10. | Mensas | 200 | 80 |
| 11. | Entspannungsräume | 100 | 80 |
| 12. | Garderoben, Badezimmer | 200 | 80 |
| 13. | Lagerhäuser, Lagerräume | 100 | 60 |
Der Einfluss von Licht auf die menschliche Sicherheit
Der Mensch verbringt durchschnittlich 90% seiner Zeit in mit künstlichem Licht beleuchteten Innenräumen. Deshalb sollte geprüft werden, ob die Leuchtmittel und Beleuchtungskörper, die wir zu Hause, im Büro sowie in Schulen, Universitäten, Büros und überall dort, wo wir uns aufhalten, installiert sind, Licht erzeugen, das für uns wirklich sicher ist. Die installierten Quellen und Leuchten in Gebäuden, in denen wir uns aufhalten, entsprechen möglicherweise nicht der Norm EN 62471 [2] über photobiologische Sicherheit. Diese Norm weist auf Gefahren für das menschliche Auge und die Haut hin. Dazu gehören Gefährdungen durch UV-Strahlung, blaues Licht, Infrarotlicht und thermische Gefährdungen der Haut und Netzhaut. Aus Sorge um die Sicherheit von Menschen sollten Lichtplaner sicherstellen, dass die von ihnen installierten Quellen und Leuchten von einem zuverlässigen Hersteller (mit bestätigter Konformitätserklärung) stammen.
Unsachgemäße Beleuchtung, die nicht an die spezifischen Arbeitsbedingungen angepasst ist, stellt die häufigste Ursache von Unfällen dar. Unzureichende Sichtverhältnisse in der Transportbranche, in Lagerhallen, in denen sich z. B. Gabelstapler fortbewegen, können zu sehr gefährlichen Unfällen führen. Bediener sollten ein uneingeschränktes Sichtfeld haben und Arbeiter sollten auf sich nähernde Fahrzeuge achten. Bei der Planung der Lagerbeleuchtung ist es wichtig, die beste Lösung für die jeweiligen Gegebenheiten auszuwählen. Man kann die Befestigung von Leuchten in Form einer Schnellbefestigungslinie in Erwägung ziehen. Eine solche Lösung ermöglicht eine gute Beleuchtung der Lagerhallenseiten und verbessert die Sichtbarkeit der an den Wänden montierten Informationstafeln. Ferner sollte man auf den Wert der Blendungszahl UGR sowie den Farbwiedergabeindex Ra achten, da das Erscheinungsbild eines bestimmten Objekts je nach Beleuchtung variieren kann. Die Investition in die richtige Planung und Umsetzung der Beleuchtung in Lagerhallen hat einen erheblichen Einfluss auf die Sicherheit der darin arbeitenden Menschen, schränkt aber auch finanzielle Verluste durch Beschädigung oder Zerstörung des Eigentums ein.
Lichtstärke messen – aber womit?
Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter gemessen. Die Firma SONEL S.A. ist u.a. auf die Herstellung von Luxmetern spezialisiert. Luxmeter der Serie LXP erfüllen die Anforderungen an die Anpassung an die spektrale Empfindlichkeit des menschlichen Auges und zeichnen sich dank der eingesetzten Filter durch einen sehr geringen Fehler der Winkelanpassung aus. Die Produktfamilie besteht aus drei Modellen - dem Sonel LXP-2, der für grundlegende Beleuchtungsstärkemessungen an Arbeitsplätzen bestimmt ist, dem Sonel LXP-10B, der für Notbeleuchtungsprüfunternehmen bestimmt ist und dem Sonel LXP-10A, der die Anforderungen der Klasse A erfüllt und für alle gedacht ist, die sich möglichst genaue Beleuchtungsmessungen durchzuführen wünschen. Alle Produkte der Serie LXP sind für den Betrieb in rauen Industrieumgebungen ausgelegt. Die Gehäuse dieser Geräte wurde in Zweikomponententechnologie hergestellt, wobei eine der Komponenten der strapazierfähige und langlebige, mit Elastomeren beschichtete ABS-Kunststoff ist, der für Grifffestigkeit des Geräts in der Hand sorgt und Schutz vor den Auswirkungen eines Falls gewährleistet. Das Herzstück des Geräts ist sein Messkopf, der dank der verwendeten Technologie einen langjährigen Einsatz des Geräts ermöglicht. Jedes Messgerät wird in einem Transportkoffer mit vollständiger Dokumentation und Kalibrierungszertifikat geliefert, mit dem der Kunde einen Nachweis für ein geprüftes Gerät erhält, das alle Herstellerangaben erfüllt.
Zusammenfassung
Eine gute Lichtqualität, d.h. eine angemessene Lichtstärke, verbessert die Konzentration der Mitarbeiter, reduziert die Anzahl ihrer Fehler, was sich in Arbeitssicherheit umsetzt und somit die Qualität und Produktivität erhöht.
Neben der wichtigsten Funktion, die Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewährleisten, kann die Beleuchtung im Büro auch als Wegweiser fungieren, der z. B. auf Fluchtwege hinweist, einen großen Raum in einzelne Zonen mit unterschiedlichen Zwecken unterteilen kann. Ferner ist das Licht ein ideales dekoratives Element, dank dem wir den Charakter des Innenraums leicht betonen und eine freundliche Stimmung und Atmosphäre schaffen können.
Literatur:
[1]. EN 12464-1, Licht und Beleuchtung - Beleuchtung von Arbeitsstätten - Teil 1: Arbeitsstätten in Innenräumen.
[2]. EN 62471, Photobiologische Sicherheit von Lampen und Lampensystemen.
Autoren:
Dorota Kołakowska, Adam Szczepanik
SONEL S.A
